Der Strand glänzt prall besonnt und badehell.

Es wimmelt um die Zelte wie von Maden.

Die aufgesteckte Wäsche blendet grell.

Und Mondschein kommt von Leibern, welche baden.

 

Vom Meere weht ein Wind mit Salz und Teer

und kitzelt derb die Stadt-verweichten Lungen.

Da springt ein Lachen auf dem Strand umher,

und unvermutet redet man mit Zungen.

 

Ein großer Dampfer kommt vom Ozean.

Stark ruft sein Baß. Die Luft wird plötzlich trüber.

Man drängt ans Wasser kindlich nah heran.

Ein Atem braust. – Die Woermann schwimmt vorüber.

 

Die Zeltstadt glänzt bevölkert wieder bald.

Wir wandern langsam durch die hellen Reihen

und hören hier: Es kam ein Palmenwald,

ein ganzes Land mit Düften, Negern, Affen, Papageien.


Das Gedicht "Elbstrand" stammt von   (1890 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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