Jetzt bin ich lüstern nach deinen Händen.

Wenn sie die meinen begrüßend drücken,

können sie Weltraum-staunend beglücken.

Deine Hände führen ein selbstgewolltes, stilles Leben.

Ich habe mich deinen Händen ergeben.

Nun dürfen sie mich begreifen und fassen,

zu deinen Höhen, mit Blicken nach Weiten,

mich geschenk-gütig heben. -

Spielerisch aber werden sie mich übergleiten

und am Wege hier liegen lassen.


Das Gedicht "Deine Hände" stammt von   (1890 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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