Manches Antlitz ist ja sauber,
Manches Kind so übel nicht,
Doch es fehlt der süße Zauber,
Der sogleich zum Herzen spricht.

Auf mein Mädchen passt das nicht!
Ihr Gesichtchen das ist sauber,
Ihr Gesichtchen hat den Zauber,
Welcher Leib und Seel’ umsticht.

Manches Kind mit rotem Munde
Spricht gar klüglich hübsch und fein;
Kommt nur nicht vom Herzensgrunde,
Dringt auch nicht zum Herzen ein.

Auf mein Mädchen passt das nicht!
Jeder Laut der süßen Kehle
Ist ein Stückchen ihrer Seele,
Mich ergreift, was sie nur spricht.

Manches Mädchen mag man leiden,
Manchem Kinde ist man gut,
Aber muss man morgen scheiden,
Wird nicht trübe drum der Mut.

Auf mein Mädchen passt das nicht!
Sollt’ es einmal mir geschehen,
Dass von ihr ich müsste gehen,
Sicher mir das Herz zerbricht.


Das Gedicht "Naturbeschreibung" stammt von   (1845 - 1909).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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