Ein Gläschen Wein ist gar so gut;

Und wie′s dem Herzen wonnig thut!

Durch den charmanten Rosenflor

Kommt Einem alles rosig vor.

 

Dazu ein Pfeifchen, das gut brennt;

Das wäre so dein Element!

Warum denn nicht? Es schäme sich

Der Gleißner deß, und gräme sich!

 

Doch hat das alles keinen Sinn,

Wenn ich allein am Tischchen bin;

Ich bin nur ich; ich brauch′ als du

Ein liebes Kind doch auch dazu;

 

Ein herzig′s, das mit trinkt und lacht,

Und mir geheime Zeichen macht;

Allein hat′s Trinken kein Gewicht;

Wozu denn das? Das mag ich nicht!


Das Gedicht "Wein und Liebe" stammt von   (1806 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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