Verweile hier, und wiederhole dir′s!

Ist′s doch des ewigen Verweilens werth -

O könnte man′s lebendig wiederholen!

Da wardst du Mensch, als Liebe dich berührte.

Als noch die Welt, ein graues Räthselknäuel,

In deiner Hand lag, ekel zu entwirren,

Die Zukunft, kalt und wüst und farbenlos,

Ein Nebelmeer, um deine Brust sich legte:

Wie war dir da! wie zog die Seele damals,

Mit ihren Wünschen, ihren Kräften allen,

Sich in ein selbstgenügsam Nichts zusammen!

Du dachtest dir das Leben so. Da traf

Der schöpferische Strahl auch deine Mitte:

Du wardst gelös′t, und deine Zweige blühten,

Und deine Frucht reift Ewigkeiten zu.


Das Gedicht "Liebe" stammt von   (1806 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

 

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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