Im Abend sind wir steile

grünbebuschte Dünenwege hingeschritten.

Du ruhst an mich gedrängt.

Die Kreideklippe schwingt ihr schimmerndes Gefieder

über tiefem Meere.

Hier, wo der Fels

in jäher Todesgier ins Leere

Hinüberlehnt, sind einst zwei Liebende

ins weiche blaue Bett geglitten.

 

Fern tönt die Brandung.

Zwischen Küssen lausch ich der Legende,

Die lachend mir dein Mund

in den erglühten Sommerabend spricht.

Doch tief mich beugend

seh′ ich wie im Glück erstarren dein Gesicht

Und dumpfe Schwermut

hinter deinen Wimpern warten und das nahe Ende.


Das Gedicht "Lover′s Seat" stammt von   (1883 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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