Wenn ihr mich weinen seht,

fragt nicht, warum.

Leid, das in Tränen steht,

tröstet sich stumm.

 

Wenn ihr mich fluchen hört,

stimmt mich nicht mild.

Zorn, der sich laut empört,

schmilzt, wenn er schilt.

 

Doch wenn ich trink und lach,

lad ich euch ein.

Freude wird grau und schwach,

bleibt sie allein.


Das Gedicht "Spruch" stammt von   (1878 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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