Zähre rieselt mir um Zähre

in des Betts zerwühltes Laken.

Bange Angstgedanken haken

sich in meiner Seele Schwere.

Schmerzgekrümmt sind meine Beine;

traurig triefend hängt der Bart

von den Tränen, die ich weine -

und die Nase trieft apart...

Ach, es ist der Traum der Liebe,

den ich durch die Seele siebe.

Ach, es ist der Liebe Weh,

die mich zwickt vom Kopf zum Zeh. -

Armes Herz! Die Träume wittern

fernen Trost. Ich spann′ die Ohren -

und durch meiner Seele Zittern,

fernherflüsternd, traumverloren,

murmelt ein geliebter Mund:

Schlapper Hund!


Das Gedicht "Liebesweh" stammt von (* 1878-04-06, † 1934-07-10).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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