Ich, der brennende Wüstenwind,
erkaltete und nahm Gestalt an.
Wo ist die Sonne, die mich auflösen kann,
oder der Blitz, der mich zerschmettern kann!
Blick' nun: ein steinernes Sphinxhaupt,
zürnend zu allen Himmeln auf.
Gedichte
Else Lasker-Schüler
Ich, der brennende Wüstenwind,
erkaltete und nahm Gestalt an.
Wo ist die Sonne, die mich auflösen kann,
oder der Blitz, der mich zerschmettern kann!
Blick' nun: ein steinernes Sphinxhaupt,
zürnend zu allen Himmeln auf.
Das Gedicht "Weltschmerz" stammt von Else Lasker-Schüler (1869 - 1942).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.