Ich weiß, daß ich bald sterben muß
Es leuchten doch alle Bäume
Nach langersehntem Julikuß -
Fahl werden meine Träume -

Nie dichtete ich einen trüberen Schluß
In den Büchern meiner Reime.
Eine Blume brichst du mir zum Gruß -
Ich liebte sie schon im Keime.

Doch ich weiß, daß ich bald sterben muß.
Mein Odem schwebt über Gottes Fluß -
Ich setze leise meinen Fuß
Auf den Pfad zum ewigen Heime.


Das Gedicht "Ich weiß" stammt von   (1869 - 1942).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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