Ich sah den Helikon in Wolkendunst,

Nur kaum berührt vom ersten Sonnenstrahle:

Schau! Jetzo stehen hoch mit einem Male

Die Gipfel dort in Morgenrötebrunst.

 

Hier unten spricht von keuscher Musen Gunst

Der heilge Quell im dunkelgrünen Tale;

Wer aber schöpft mit reiner Opferschale,

Wie einst, den echten Tau der alten Kunst?

 

Wie? soll ich endlich keinen Meister sehn?

Will keiner mehr den alten Lorbeer pflücken? -

Da sah ich Iphigeniens Dichter stehn:

 

Er ist′s, an dessen Blick sich diese Höhn

So zauberhaft, so sonnewarm erquicken.

Er geht, und frostig rauhe Lüfte wehn.


Das Gedicht "Antike Poesie" stammt von   (1804 - 1875).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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