Am Waldsaum kann ich lange Nachmittage,

Dem Kukuk horchend, in dem Grase liegen;

Er scheint das Tal gemaechlich einzuwiegen

Im friedevollen Gleichklang seiner Klage.

 

Da ist mir wohl, und meine schlimmste Plage,

Den Fratzen der Gesellschaft mich zu fuegen,

Hier wird sie mich doch endlich nicht bekriegen,

Wo ich auf eigne Weise mich behage.

 

Und wenn die feinen Leute nur erst daechten,

Wie schoen Poeten ihre Zeit verschwenden,

Sie wuerden mich zuletzt noch gar beneiden.

 

Denn des Sonetts gedraengte Kraenze flechten

Sich wie von selber unter meinen Haenden,

Indes die Augen in der Ferne weiden.


Das Gedicht "Am Walde" stammt von   (1804 - 1875).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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