O Wissenschaft! Du Sproß der Greisin Zeit,

Vor dessen Späherblick nichts sicher ist!

Du Geier, fluglahm vor der Wirklichkeit,

Was spürst du nach dem Dichter so voll List?

Wie sollte er - wenn schon du weise bist -

Dich lieben, die ihm seine Wanderung,

Mit der er Sternengegenden durchmißt,

Mißgönnt und seinen adlergleichen Schwung?

 

Vertriebst du nicht die Götterliebespaare?

Aus Fluß und Hain die Nymphen und Najaden,

Daß sie sich flüchteten ins Unsichtbare?

 

Verscheuchtest du nicht von den Wiesenpfaden

Die Elfen - und von mir den Sommertraum

Des Mittags unterm Tamarindenbaum?


Das Gedicht "Sonett an die Wissenschaft" stammt von   (1809 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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