Da mir gewiß ist, daß im Himmelsreich

Die Engel, wenn sie glühend sich benennen

Mit Liebesnamen, dennoch keinen kennen,

Der den geweihten Lauten »Mutter« gleich -

Geschah es längst, daß ich dich also hieß,

Die, mehr als Mutter, mir im Herzen tief

Die Stelle ausfüllt, die der Tod dir wies,

Als er Virginias Geist von hinnen rief.

Die eigene Mutter, die ich früh verloren,

Als Kind, war eine Mutter mir allein;

Doch du hast die Geliebte mir geboren,

Und teurer als die Mutter meines Leibes

Bist du mir, wie die Seele meines Weibes

Mir mehr galt als der eignen Seele Sein.


Das Gedicht "An meine Mutter (1)" stammt von   (1809 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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