Geliebte! mitten in der Qual,
Die meinen Erdenpfad umdrängt
(Ach, trüber Pfad, den nicht einmal
Einsam erhellt einer Rose Strahl),
Meine Seel′ an einem Troste hängt:
An Traum von dir - der allemal
Mir Frieden bringt aus Edens Tal.
So ist das Deingedenken mir
Wie fern verwunschnes Inselland
Inmitten aufgewühlter Gier
Des Ozeans: ein Meer-Revier
In Sturm - indes doch unverwandt
Ein heitrer Himmel blauste Zier
Grad über jenes Eiland spannt.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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