Du warst mir, was zum Bilde

Die Seele früh erkor:

Ein Eiland, wo die wilde

Unrast sich sanft verlor,

Ein Schrein, und davor milde

Ein Weiheblumenflor.

 

O trügendes Geschick!

O Sternentraum! hienieden

Verweht im Augenblick.

»Hinan,hinan«! die Zukunft ruft;

Doch kreist noch ohne Frieden

Um das Vergangne (dunkle Kluft)

Mein Geist wie abgeschieden.

 

Denn um mich, weh, ach weh,

Ist Nacht, wo ich auch bin,

Es raunt die dumpfe See

Ans Ufer dunklen Sinn:

»Dahin - dahin - dahin!«

 

Und tags in wachen Träumen,

Und wenn die Nacht entsinkt,

Wo deine Stapfen säumen,

Wo noch dein Auge blinkt -

In welchen seligen Räumen!

Bei Tänzen, wie beschwingt!


Das Gedicht "An eine im Paradiese" stammt von   (1809 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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