An wolkenreinem Himmel geht
Die blanke Sichel schön,
Im Korne drunten wogt und weht
Und rauscht und wühlt der Föhn.
Sie wandert voller Melodie
Hochüber durch das Land,
Frühmorgen schwingt die Schnittrin sie
Mit sonnenbrauner Hand.
Gedichte
Conrad Ferdinand Meyer
An wolkenreinem Himmel geht
Die blanke Sichel schön,
Im Korne drunten wogt und weht
Und rauscht und wühlt der Föhn.
Sie wandert voller Melodie
Hochüber durch das Land,
Frühmorgen schwingt die Schnittrin sie
Mit sonnenbrauner Hand.
Das Gedicht "Vor der Ernte" stammt von Conrad Ferdinand Meyer (1825 - 1898).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.