Mich denkt es eines alten Traums.

Es war in meiner dumpfen Zeit,

Da junge Wildheit in mir gor.

Bekümmert war die Mutter oft.

Da kam einmal ein schlimmer Brief

- Was er enthielt, erriet ich nie -

Die Mutter fuhr sich mit der Hand

Zum Herzen, fast als stürb es ihr.

Die Nacht darauf hatt ich den Traum:

Die Mutter sah verstohlen ich

Nach unserm Tannenwinkel gehn,

Den Spaten in der zarten Hand,

Sie grub ein Grab und legt′ ein Herz

Hinunter sacht. Sie ebnete

Die Erde dann und schlich davon.


Das Gedicht "Das begrabene Herz" stammt von   (1825 - 1898).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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