So stille ruht im Hafen

Das tiefe Wasser dort,

Die Ruder sind entschlafen,

Die Schifflein sind im Port.

 

Nur oben in dem Äther

Der lauen Maiennacht

Dort segelt noch ein später

Friedfertger Ferge sacht.

 

Die Barke still und dunkel

Fährt hin in Dämmerschein

Und leisem Sterngefunkel

Am Himmel und hinein.

 


Das Gedicht "Abendwolke" stammt von   (1825 - 1898).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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