Unstet in meinen Schritten,

Herr, hab ich oft gefehlt,

Du hast durch mich gelitten,

Ach! Wunden ungezählt.

 

Laß mich nicht lang mehr wallen,

Führ mich an deiner Hand,

Wo ich nicht mehr kann fallen,

Heim in dein Vaterland.

 

Laß nicht mein Herz erkalten,

Herr Jesu! du allein

Mach Wesen aus Gestalten,

Und führ den Schein ins Sein.

 

Es bleichten meine Tränen

Den Schleier nimmer rein,

Herr, schenke meinem Sehnen

Der Gnade Sonnenschein.

 

Herr, werfe mir herüber

Ein Blatt aus deinem Kranz,

Geschmückt darf ich hinüber

Dann in der Bräute Glanz.

 


Das Gedicht "Unstet in meinen Schritten" stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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