Ruhe! - die Gräber erbeben;

Ruhe! - und heftig hervor

Stürzt aus der Ruhe das Leben,

Strömt aus sich selbsten empor

Die Menge, vereinzelt im Chor.

 

Schaffend eröffnet der Meister

Gräber - Geborener Tanz

Schweben die tönenden Geister;

Schimmert im eigenen Glanz

Der Töne bunt wechselnder Kranz.

 

Alle in einem verschlungen,

Jeder im eigenen Klang,

Mächtig durchs Ganze geschwungen,

Eilet der Geister Gesang

Gestaltet die Bühne entlang.

 

Heilige brausende Wogen,

Ernst und wollüstige Glut

Strömet in schimmernden Bogen,

Sprühet in klingender Wut

Des Geistertanz silberne Flut.

 

Alle in einem erstanden,

Sind sie sich selbst nicht bewußt

Daß sie sich einzeln verbanden;

Fühlt in der eigenen Brust

Ein jeder vom Ganzen die Lust.

 

Aber im inneren Leben

Fesselt der Meister das Sein;

Läßt sie dann ringen und streben;

Handelnd durcheilet die Reihn

Das Ganze im einzelnen Schein.


Das Gedicht "Simphonie" stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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