Zwischen Morgen und Abend
dehnt sich ein schweres Joch;
und wenn die Schatten steigen,
flammen die Gipfel noch.
Die Hohen, die Stolzen, die Letzten,
des leuchtenden Tages Erben - -
auf dieser Gipfel höchstem,
Ewiger, lass mich sterben!
Gedichte
Clara Müller-Jahnke
Zwischen Morgen und Abend
dehnt sich ein schweres Joch;
und wenn die Schatten steigen,
flammen die Gipfel noch.
Die Hohen, die Stolzen, die Letzten,
des leuchtenden Tages Erben - -
auf dieser Gipfel höchstem,
Ewiger, lass mich sterben!
Das Gedicht "Höhentod" stammt von Clara Müller-Jahnke (1860 - 1905).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.