Magst du mich ganz in deine Flammen hüllen

und mag das Blut, das deinen Leib durchmißt,

mein Herz durchpulsen, meine Adern füllen -

es bleibt ein Rest, ein Rest, der du nicht bist!

 

Das ist der Schatten unsrer Sonnenliebe,

auf unsern Himmelstraum, der Erdenspott.

Wenn dieser Rest, du, dieser Rest nicht bliebe:

wir wären Gott.


Das Gedicht "Das ist der Schatten" stammt von   (1860 - 1905).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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