Wie in Seide ein Königskind

schläft die Erde in lauter Schnee,

blauer Mondscheinzauber spinnt

schimmernd über der See.

 

Aus den Wassern der Rauhreif steigt,

Büsche und Bäume atmen kaum:

durch die Nacht, die erschauernd schweigt,

schreitet ein glitzernder Traum.


Das Gedicht "Eisnacht" stammt von   (1860 - 1905).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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