Es horcht ein Hofhund hinterm Zaun -

(′Achtung! Hunde!′)

Es horcht ein Hofhund hinterm Zaun

zur mitternächtigen Stunde.

Mit glühnden Augen steht der Hund

an einem Möbelwagen . . .

Der Mensch ist fort. Die Nacht ist rund

mit Sternen ausgeschlagen.

 

(aus "Galgenlieder")


Das Gedicht "Nachtbild" stammt von   (1871 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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