Warrrrrrrte nur……
wie viel schon riß ich ab von dir
seit den Äonen unsres Kampfs
    warrrrrrrte nur……
wie viele stolze Festen wird
mein Arm noch in die Tiefe ziehn
    warrrrrrrte nur……
zurück und vor, zurück und vor
und immer vor mehr denn zurück
    warrrrrrrte nur……
und heute mild und morgen wild
doch nimmer schwach und immer wach
    warrrrrrrte nur……
umsonst dein Dämmen, Rammen, Baun,
dein Wehr zerfällt, ich habe Zeit -
    warrrrrrrte nur……
wenn erst der Mensch dich nicht mehr schützt -
wer schützt, verloren Land, dich dann?
    warrrrrrrte nur……
mein Reich ist nicht von seiner Zeit:
er stirbt, ich aber werde sein
    warrrrrrrte nur……
und will nicht ruhn, bis daß du ganz
in meinen Grund gerissen bist
    warrrrrrrte nur……
bis deiner höchsten Firnen Schnee
von meinem Salz zerfressen schmilzt
    warrrrrrrte nur……
und endlich nichts mehr ist als Ich
und Ich und Ich und Ich und Ich
    warrrrrrrte nur……


Das Gedicht "Meeresbrandung" stammt von   (1871 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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