Ja, liebe Mutter, ihr habt Recht,
Daß ich der Männer falsch Geschlecht,
Wie ihr verlangt, zu hassen schwur:
Doch da ich schwur, da kannt ich meine Vettern nur:
Da glaubt ich, alle Männer wären
Den alten Zänkern gleich:
Doch Mutter, wenn ihrs glaubt, o so betrügt ihr euch!
Da solltet ihr den jungen Damon sehn:
O der ist frisch! o der ist schön!
Ich weiß, ihr würdet ihn zu lieben nicht verschwören!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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