Lehrer der Taubstummen in Kiel
Sey mir gesegnet, Du, den Menschenliebe
Beim schweren Amte unterstützt mit Kraft,
Du, der im Chaos dumpf verworrner Triebe,
Des Geistes Leben väterlich erschafft.
In nimmer aufgehellten Finsternissen
Erweckst Du milde der Erkenntniss Strahl,
Und linderst sanft durch Unterricht und Wissen
Der Sprache Mangel und der Taubheit Qual.
O fahre fort! - Es ziemte eine Krone
Zum wohlverdienten Schmucke Deinem Haupt,
Doch heil′ger ist der Kranz, der ihn umlaubt.
Er welket nie, denn Deine Thaten leben,
Und Dein Bewusstseyn und Dein reines Streben
Vereinigen sich schon zum höchsten Lohne.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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