Lehrer der Taubstummen in Kiel

 

Sey mir gesegnet, Du, den Menschenliebe

Beim schweren Amte unterstützt mit Kraft,

Du, der im Chaos dumpf verworrner Triebe,

Des Geistes Leben väterlich erschafft.

 

In nimmer aufgehellten Finsternissen

Erweckst Du milde der Erkenntniss Strahl,

Und linderst sanft durch Unterricht und Wissen

Der Sprache Mangel und der Taubheit Qual.

 

O fahre fort! - Es ziemte eine Krone

Zum wohlverdienten Schmucke Deinem Haupt,

Doch heil′ger ist der Kranz, der ihn umlaubt.

Er welket nie, denn Deine Thaten leben,

Und Dein Bewusstseyn und Dein reines Streben

Vereinigen sich schon zum höchsten Lohne.


Das Gedicht "An Pfingsten" stammt von   (1777 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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