Ganz still zuweilen wie ein Traum

klingt in dir auf ein fernes Lied...

Du weißt nicht, wie es plötzlich kam,

du weißt nicht, was es von dir will...

und wie ein Traum ganz leis und still

verklingt es wieder, wie es kam...

 

Wie plötzlich mitten im Gewühl

der Straße, mitten oft im Winter

ein Hauch von Rosen dich umweht,

wie oder dann und wann ein Bild

aus längst vergessenen Kindertagen

mit fragenden Augen vor dir steht...

 

Ganz still und leise, wie ein Traum...

Du weißt nicht, wie es plötzlich kam,

du weißt nicht, was es von dir will,

und wie ein Traum ganz leis und still

verblaßt es wieder, wie es kam.


Das Gedicht "Ganz still zuweilen..." stammt von   (1864 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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