Sei auf der Hut, bei Nacht ... wenn du im Dunkeln

tappst, am Brückensteg, und arglos deinen Arm legst

um die Liebste und sie mit heißem Kusse an dich

ziehst ...

sei auf der Hut: die dunkeln Nächte am dunkeln

Strandsteg haben tausend Augen und gönnen euer

Glück nicht ihr noch dir!

Und wähnt ihr noch so sicher euch ... ganz in der

Ferne, draußen auf den Wassern lauert was ... von

Menschen her ... mit kaltem weißem Licht ... taghell

aufleuchtend plötzlich

und trifft es euch mit seinem jähen Schein, wenn

ihr in kinderseliger Wonne aneinanderhängt,

dann ists vorbei:

mit tausend Fingern zeigt es aus dem Dunkel

und kichert hämisch eure Liebe tot.


Das Gedicht "Der Scheinwerfer" stammt von   (1864 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Empfehlungen

Weitere gute Gedichte des Autors:



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte