Da bist auch du ja wieder, alter Mond ... und lachst

wie damals,

da du uns im Boot ertapptest, draußen auf den stillen Wassern, und da wir uns ins Abendrot verirrt hätten ... wenn du nicht plötzlich hinter uns gewesen ...

alter mißgünstiger Gesell du!

ewig allein und einsam!

 

Freilich ...

so allein und einsam bin ich ja nun auch!

und wenn ichs recht bedenke,

möchte ich eigentlich nur: es könnte mir alles auch so ... wurst sein, was auf dieser Welt vorgeht, wie dir ...

alter lieber, kluger Mond!


Das Gedicht "Der Klügere" stammt von   (1864 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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