Hier am äussersten Rande des Lebensmeeres

Lern′ ich zu spät erkennen, o Welt, den Inhalt

Deiner Freuden, wie du den Frieden, den du

Nicht zu gewähren vermagst, versprichst und jene

Ruhe des Daseins, die schon vor der Geburt stirbt.

Angstvoll blick′ ich zurück, nun da der Himmel

Meinen Tagen ein Ziel setzt: unaufhörlich

Hab′ ich vor Augen den alten, süssen Irrtum,

Der dem, den er erfasst, die Seele vernichtet.

Nun beweis′ ich es selber: den erwartet

Droben das glücklichste Los, der von der Geburt ab

Sich auf dem kürzesten Pfad zum Tode wandte.


Das Gedicht "Hier am äussersten Rande des Lebensmeeres" stammt von   (1475 - 1564).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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