Nichts kommt in des Lebens Reiche
Nahe jener Lust,
Die mich faßt, schmieg′ ich die bleiche
Stirn an deine Brust!
Die mein Innerstes erschüttert,
Wenn dein Blick mich grüßt,
Todesselig mich durchzittert,
Wenn dein Mund mich küßt! -
Wie sie magisch mich umweben,
Blick und Hauch und Wort!
Ja! du küssest mir das Leben
Von der Lippe fort!
Du zerbrichst des Körpers Schranke,
Daß die Seele, frei,
Nichts mehr als nur ein Gedanke
Reinster Liebe sei!
Das Gedicht "Nichts kommt in des Lebens Reiche" stammt von Betty Paoli (1814 - 1894).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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