Nimm ihn freundlich auf den Gruß,

Den die Scheidende dir sendet,

Ehe sich ihr flücht′ger Fuß

Hin zu neuen Zielen wendet.

 

Eine liebevolle Hand

Schlichte dir des Lebens Wirren

Während ich in fremdem Land,

Freundlos, heimathlos muß irren.

 

Von der reinsten Seelenlust

Sei das Dasein dir verschönet,

Während meine wunde Brust

Ihrer Freuden sich entwöhnet.

 

Und dir werde zugesagt

Alles, was an Glück und Frieden

Ich zu hoffen einst gewagt,

Und was mir nicht ward beschieden.


Das Gedicht "In′s Album einer Braut" stammt von   (1814 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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