Dem Vaterland hast du die Kraft geweiht,
Von der im tiefsten Wesen du durchdrungen,
Und Farb′ und Form sind dir nur Flammenzungen,
Zu künden deiner Heimat Ruhm und Leid!
Du zeigst uns ihre alte Herrlichkeit,
Den Lorbeer, der einst ihre Stirn umschlungen,
Und wieder dann, wie nieder sie gerungen,
Der eig′nen Sohne fluchbelad′ner Streit.
Dich locken keine andern Siegeskronen!
Nur an der Stätte, wo sie aufgebahret,
Willst du als Hüther ihres Grabes wohnen.
Ich aber segne dich, du starkes Herz!
Das selbst dem Tode Treue noch bewahret,
Und dessen Muse ein erhab′ner Schmerz!
Das Gedicht "An Jan Matejko" stammt von Betty Paoli (1814 - 1894).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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