Wie der Gefang′ne, der mit matter Hand,

Das Herz von bitterm Sehnsuchtsweh durchquollen,

Die Tage seiner Haft, die trauervollen,

Verzeichnet an der grauen Kerkerwand:

 

So, – wenn ich, fern von deinem Angesicht,

In banger Seeleneinsamkeit verzage, –

Verzeichne ich der Trennung öde Tage,

Doch zähl′ ich sie zu meinem Leben nicht!


Das Gedicht "An die Entfernte" stammt von   (1814 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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