Ihr habet mich besiegt/ ihr himmel-blauen augen/

Ihr sollet auch allein

Nur meine freude seyn/

Wenn andre blitz und tod aus braunen augen saugen/

Wann sie das schwarze pech biß an den pol erhöhn/

Und dennoch, wann es brennt/ für schmertzen fast vergehn/

So seh ich nichts als lust aus euren sternen lachen/

Ihr seyd mir/ hab ich gleich

Nicht geld und große sachen/

Mein gantzes königreich.

Ja/ wenn ein ander sich in schwartzen augen siehet/

Und meynet/ daß er schon im feur und hölle steh,

So denck ich/ wann mein bild aus euren äpffeln blühet/

Daß ich auff erden mich in einem himmel seh.

O himmel/ schütze dann/ weil sie allein nur taugen

Dein ebenbild zu seyn/ stets meiner liebsten augen.


Das Gedicht "Auff ihre augen" stammt von   (1665 - 1729).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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