Wirf den Schmuck, schönbusiges Weib, zur Seite,

Schlaf und Andacht teilen den Rest der Nacht nun;

Laß den Arm, der noch die Geliebte festhält,

Sinken, o Jüngling!

 

Nicht vermummt mehr schleiche die Liebe, nicht mehr

Tret′ im Takt ihr schwebender Fuß den Reigen,

Nicht verziehn mehr werde des leisen Wortes

Üppige Keckheit!

 

Mitternacht ankünden die Glocken, ziehn euch

Rasch vom Mund weg Küsse zugleich und Weinglas:

Spiel und Ernst trennt stets ein gewagter, kurzer,

Fester Entschluß nur.

 


Das Gedicht "Aschermittwoch" stammt von   (1796 - 1835).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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