Auf dem Becher aus klarem Golde

Bilde einen kleinen Knaben,

Wie er eine volle Traube,

Mit den Händchen drückend, aussaugt,

Schwelgend in dem süßen Moste.

Und daneben steh ein Jüngling,

Der ein Mädchen hält und küsset.

Neben einem vollen Schlauche

Sitz ein Alter dann am Boden:

Abgewendet füll er eifrig

Sich zu neuem Trunk den Becher!


Das Gedicht "Der Becher" stammt von   (1799 - 1853).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.



Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte