Als Boleslaus zu sterben kam,
Geistlichen Trost er nicht annahm.
Stolz rief er zu dem Dienertroß:
»Führt her mein allerbestes Roß,
Und tut mir an mein Fürstenkleid,
Mein Panzerhemd und licht Geschmeid.«
Man kleidet ihn und setzt gemach
Ihn auf das Roß, der Herzog sprach:
»Zu Fuße möchte nicht fürstlich sein,
So gehts zu Roß zur Höllenpein!«
Drauf setzet er die Sporen ein
Und jaget über Stock und Stein! –
Doch hinter ihm ward eine Schar
Von schwarzen Reutern offenbar!
Das Gedicht "Boleslaus der Vierte von Oppeln" stammt von August Kopisch (1799 - 1853).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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