Er küsste den Laternenpfahl
Und hielt ihn fest umschlungen,
Und um ihn freute der Skandal
Ein Rudel Straßenjungen.

Erst seinen Wochenlohn verschnapst
In räuchriger Spelunke
Und dann verkatert und verflapst
Und voll wie eine Unke!

Rotangepinselten Gesichts,
Ein Don Juan der Posse
So bettelte der Taugenichts
Sich schließlich in die Gosse.

Da fiel mir ein ein bittrer Scherz,
Das Wort, das euch bekannt ist:
Der Wein erfreut des Menschen Herz –
Zumal wenn er gebrannt ist!


Das Gedicht "Auf der Straße" stammt von   (1863 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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