Matth. 25.

 

Avff! steckt die Lichter an! vmbgürttet eure Lenden

Das/ wenn der Herr kommt man alsbald auff thu

O selig! die er nicht auß fauler Ruh

Wird in die grausam Angst der stetten Marter senden/

Wol dem der embsig wacht/ der mit geschwinden Händen

Ihm wenn er klopfft: es sey denn oder nu/

Die Thür ent schleust. Er rufft ihm frölich zu

Du treuer Knecht ich wil dein langes Dienen enden!

Er wird zu seinem Tische setzen/

Er wird mit höchster Lust ergetzen;

Diesen/ der auff seine Zukunfft immerdar sich fertig machet/

Wir können nicht die Stund′ außsprechen;

Doch wird er vnversehns einbrechen:

Menschen ach seyd vnverdrossen/ euer Heil ligt hieran/ wachet!


Das Gedicht "Auff den Tag Nicolai" stammt von   (1616 - 1664).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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