Matth. 4.

 

Es fahre was mich hält! es fahre Schiff vnd Netze!

Es fahre Gunst vnd Ruhm! es fahre Pracht vnd Geld!

Es fahre Schein vnd Ehr! es fahre/ was die Welt

Hoch/ Groß vnd herrlich nennt! was acht ich ihrer Schätze?

Mein Schatz/ auff den ich Gut/ Hertz/ Haab vnd Geister setze

Ist einig meine Lust! ob schon der Himmel fällt

Doch wil ich durch ihn stehn/ was acht ich/ ob das Zelt

Der Erden mir zu eng′/ vnd ob man Schwerdter wetze

Auff diß mein irrdisch Fleisch? ihr Feinde schnaubt vnd thut

Was Grimm vnd Haß euch lehrt! vergiest die Handvol Blutt

Zureist den schwachen Leib/ zutrent diß matte Leben!

O seelig/ wenn ich frey von dieser Glieder Band

Durch diß was sterben heist/ dir Jesu in die Hand

Zum Pfand verliebter Treu/ die Seele werde geben!


Das Gedicht "Auff den Tag deß Apostels Andreæ" stammt von   (1616 - 1664).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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