XLI.

 

Ade! Begriff der Welt! Stadt der nichts gleich gewesen /

Vnd nichts zu gleichen ist / in der man alles siht

Was zwischen Ost und West / und Nord und Suden blüht.

Was die Natur erdacht / was je ein Mensch gelesen.

 

Du / derer Aschen man nur nicht vorhin mit Bäsen

Auff einen Hauffen kährt / in der man sich bemüht

Zu suchen wo dein Grauß / (fliht trüben Jahre! Fliht / )

Bist nach dem Fall erhöht / nach langem Ach / genäsen.

 

Ihr Wunder der Gemäld’ / ihr Kirchen und Palläst /

Ob den die Kunst erstarr’t / du starck bewehrte Fest /

Du herrlichs Vatican, dem man nichts gleich kan bauen:

 

Ihr Bücher / Gärten / Grüfft; ihr Bilder / Nadeln / Stein /

Ihr / die diß und noch mehr schliß’t in die Sinnen ein /

Fahrt wol! Man kan euch nicht satt mit zwey Augen schauen.


Das Gedicht "Als Er aus Rom geschidn" stammt von   (1616 - 1664).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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