Dass du Bunte, hexenhafte Holde
Deinen Mund wie auf dich selber richtest
Und, von Haar bis Nerven wie aus Golde,
Diesen Glanz, statt ihn zu leben, dichtest!
Deiner weißen Adern Schuss, geladen
Mit nicht andrer als der Andern Spannung,
Löst sich nur zu reicher Worte Schwaden,
Ich gewinne nichts, wie in Entmannung.
Also bist du, nur an dich Geschmiegte,
Meinem Wunsche, fein berührt zu werden,
Schmerzlich, - wie der weibischen Gebärden
Übernähe, die mich sonst bekriegte...
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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