Faltenlos sind alle Dinge,

Wie vergessen, leicht und matt.

Heilighoch spült grüner Himmel

Stille Wasser an die Stadt.

 

Fensterschuster leuchten gläsern.

Bäckerläden warten leer.

Straßenmenschen schreiten staunend

Hinter einem Wunder her.

 

... Rennt ein kupferroter Kobold

Dächerwärts hinauf, hinab.

Kleine Mädchen fallen schluchzend

Von Laternenstöcken ab.


Das Gedicht "Sommerabend" stammt von   (1889 - 1914).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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