Warum ist′s denn mit großen Herrn
Nicht räthlich, Kirschen essen?
Weil sie vielleicht vergessen,
Daß uns von Gott, dem größten Herrn,
Die Früchte gleich gemessen?
Trüg′ einer Orden, Band und Stern,
Wollt′ mit mir Kirschen essen,
Stracks wär′ ich so vermessen!
"ie Du eß′ ich die Kirschen gern,
Laß uns zusammen essen."
Und ließe er mir nur den Kern,
Wollt′s Fleisch alleine essen,
Schlüg′ ich ihm in die Fressen!
Drum sagt, warum′s mit großen Herrn
Nicht räthlich, Kirschen essen?
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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