Seit Tausend Jahren unverdrossen

Ist Euer Blut für uns geflossen

Ihr Reben an dem Rhein!

Drum will es Gott und soll es sein:

Wir schwören′s hier,

So lassen wir

Auch gerne unser Blut für euch.

Schenkt ein, schenkt ein

Den goldnen Wein

Vom Rhein,

Und laßt′s uns wacker treiben!

Die grünen Reben an dem Rhein,

Sie sollen unser bleiben!

 

Greift munter nach dem grünen Becher,

Und bringt ein Hoch, Gebrüder Zecher,

Den Reben an dem Rhein!

Und will es Gott und soll es sein:

Wir ziehn sogleich

Mit Ihm, für euch

Und für das liebe Vaterland!

Schenkt ein, schenkt ein

Den goldnen Wein

Vom Rhein,

Und laßt′s uns wacker treiben!

Die grünen Reben an dem Rhein,

Sie sollen unser bleiben!

 

Wir schmücken uns mit euch, ihr Reben,

So grün wie unsre Lust zum Leben!

Ihr Reben an dem Rhein!

Und will es Gott und soll es sein:

Aus euerm Blut

Trinkt Todesmuth

Ein jeder deutsche Bruder sich.

Schenkt ein, schenkt ein

Den goldnen Wein

Vom Rhein,

Und laßt′s uns wacker treiben!

Die grünen Reben an dem Rhein,

Sie sollen unser bleiben!

 

Doch ob wir auch dem Feind nicht weichen,

Seid lieber süßen Friedens Zeichen

Ihr Reben an dem Rhein!

Und will es Gott und soll es sein,

So trinkt der Feind

Mit uns vereint

Auf unsrer deutschen Freiheit Wohl!

Schenkt ein, schenkt ein

Den goldnen Wein

Vom Rhein,

Und laßt′s uns wacker treiben!

Die grünen Reben an dem Rhein,

Sie sollen unser bleiben!


Das Gedicht "Rheinweinlied" stammt von   (1810 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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