Am Strand, von Flocken Schaumes übertaut,

Lieg′ ich gestreckt in duft′ges Heidekraut.

Ich schaue, wie die Flut in Grün und Gold

Und Purpur wechselnd mir zu Füßen rollt,

Und mir ans Ohr tönt in der Wogen Schwall

Geliebter Stimmen Widerhall.

 

Fern durch der schaumbekrönten Wellen Tanz,

Was schimmert weiß im Mittagssonnenglanz?

Ein Segel ist′s; und noch ein andres blinkt,

Indes die Flut sich hebt und wieder sinkt.

Sie nahn! sie nahn! Die Fahrt geht küstenwärts!

Was klopfst du, ungestümes Herz?

 

Hoffnungen werden, die ich fast vergaß,

Von neuem wach; was ich vordem besaß,

Die Teuern all, die ich verlor, das Glück,

Die erste Liebe, kehren sie zurück? - -

Ach! in die Ferne schwinden, sichtbar kaum,

Die Segel hin am Himmelssaum.


Das Gedicht "Am Strande" stammt von   (1815 - 1894).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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