Adler sind meine Gedanken!

Flattern hoch in der Lüfte blaulichem Meer.

Adler der Lüfte sind meine Gedanken.

Fassen die Beute so hoch und hehr.

Aber das Opfer, so grausam zerrissen,

Fliehendes Leben verkündend im Schmerz -

Mußt′ es verhehlend am Ende doch wissen:

Daß es das eigne verblutende Herz.

 

Schwäne sind meine Gefühle!

Theilen still jener Tiefe wogende Nacht!

Singende Schwäne sind meine Gefühle,

Singen der Sonne verheerende Pracht.

Aber die Gluthen, die sie beweinen,

Lieblich umhüllend in Tönen ihr Grab,

Ziehen verglimmend in zögerndem Scheinen

Schwäne und Töne zur Tiefe hinab.


Das Gedicht "Adler sind meine Gedanken!" stammt von   (1797 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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